Vorbereitung

Ideale Vorbereitung auf das Winter- bzw. Eisbaden:
Regelmäßige kalte Duschen oder Badebeginn im Sommer.
Allerdings spricht nichts dagegen, in der kalten Jahreszeit zum ersten Mal ins Wasser zu gehen, sei es auch nur für ein paar Sekunden. Die meisten Einsteiger sind von dem positiven Gefühl nach dem Baden überrascht und werden zu "Wiederholungstätern". Denn Vorsicht: Winterbaden kann süchtig machen. ;-)

Was braucht man zum Winterbaden?


Ein Handtuch, evtl. einen Bademantel oder Poncho, Badeschuhe und Handschuhe (beides am besten aus Neopren), eine warme Kopfbedeckung, ein Handtuch zum Draufstellen, eine Begleitung und den Glauben an sich selbst.

Tipps für Einsteiger


Was sollte man beachten?

Der Körper, vor allem aber die Hände und Füße, sollten vor dem Winterbad warm sein. Intensive sportliche Betätigung vorab ist nicht nötig und auch nicht vorteilhaft. Sinnvoll sind ggf. leichte Aufwärmübungen, eine mentale Vorbereitung und gemeinsame Atemübungen.

Geh langsam, zugleich aber auch stetig und entschlossen und nicht zu tief ins Wasser. Man kann sich auch in flachem Wasser gut hinhocken. Halte die Hände aus dem Wasser, da sie sonst schnell auskühlen. Wenn man geübter ist, kann man sie auch untertauchen.

Höre auf deinen eigenen Körper und bleibe nur so lange im Wasser, wie du dich wohl und sicher fühlst. Auch ein paar Sekunden bringen bereits einen positiven Effekt. Neben den Witterungsbedingungen und dem eigenen Kälteempfinden spielt auch die jeweilige Tagesform eine Rolle. Als allgemeine Faustregel gilt: 1 Minute Badedauer je 1 Grad Wassertemperatur ist ausreichend und für Anfänger das absolute Maximum. Atme im Wasser ruhig und gleichmäßig und halte nicht die Luft an. Unterstützend wirkt das bewusste Verlängern der Ausatmung. Dein Körper ist entspannt.

Verlasse das Wasser ruhig und ohne hektische Bewegungen. Genieße den Moment, wenn der Körper nach dem Baden weder Kälte, Wind noch Schmerzen spürt. Trockne dich ganz entspannt ab, zieh die nassen Badesachen aus und trockene Kleidung an.

Der Körper erwärmt sich anschließend bei jedem unterschiedlich schnell. Ein alkoholfreies Heißgetränk und etwas Bewegung wirken Wunder. Wenn nötig, kann man eine halbe Stunde danach den Körper mit einer warmen Dusche unterstützen. Es sollte aber Ziel sein, dass der Körper lernt, sich selbst aufzuwärmen. Intensiver Sport oder eine zu heiße Sauna sind nach dem Baden nicht zu empfehlen, da ein zu starker Temperaturwechsel eine zusätzliche Belastung für den Kreislauf darstellt.

Ist mir total kalt, wenn ich aus dem Wasser komme?


Nein, erfahrungsgemäß ist einem eher warm. Erst einige Zeit später empfindet man ein leichtes inneres Frösteln. Hierbei spricht man vom sog. “After drop”. Wenn sich der Körper erwärmt, öffnen sich die Gefäße in den Armen und Beinen wieder und das dort während des Badens abgekühlte Blut vermischt sich wieder mit dem warmen Blut im Rumpf. Dadurch sinkt die Kerntemperatur des Körpers zuerst noch weiter ab, bevor sie wieder steigt.

Für wen ist das Winterbaden geeignet?


Winterbaden ist grundsätzlich für jeden geeignet, der nicht unter Herzbeschwerden, unbehandeltem Bluthockdruck oder Asthma leidet. Bei diesen Beschwerden solltest du unbedingt vorher einen Arzt konsultieren.